Grundprinzip
Selektive Labilisierung und Schädigung der Krebsgewebe im gesamten Körper bei gleichzeitiger Stabilisierung der gesunden Gewebe.

Die Temperaturempfindlichkeiten von  Normalzellen und Krebszellen unterscheiden sich unter Normalbedingungen nur  unwesentlich, hingegen unterscheiden sich ihre Stoffwechseleigenschaften. Trotz ausreichendem Sauerstoffangebot glykolysieren Krebszellen i. allg. wesentlich  stärker, als glykolisierende Normalzellen.

Eine etwa fünffache Anhebung des Blutglukosespiegels des Patienten führt zu einer induzierten Hyperglykämie. Durch die damit im Zusammenhang stehende Erhöhung der Laktatproduktion und somit Erniedrigung des pH-Wertes nur in den Krebsge-
weben gelingt es, die Temperaturempfindlichkeit der Krebszellen zu erhöhen. Unter diesen Bedingungen kann mit einer extremen Ganzkörperhyperthermie von etwa 42°C eine selektive Schädigung der Krebsgewebe erreicht werden, wobei auf Grund des systemischen Charakters die Lokalisation der Tumoren und Metastasen nicht bekannt sein muß.

Zeitgleich wird eine Verbesserung der Temperaturtoleranz der gesunden Gewebe  erreicht. Diese basiert auf einer stabilisierten Energiestoffwechselsituation  durch ein erhöhtes Glukose- und Sauerstoffangebot (eine hochdosierte Anreicherung der Inspirationsluft mit Sauerstoff führt zur relativen Hyperoxämie).

Seite drucken
2
3
4
>> Therapien